Wolfram Klaar, WebmasterHerzlich willkommen, liebe Besucherin, lieber Besucher, auf unserer Website.
Sie soll das „politische Leben“ unseres Ortsvereins wiedergeben, unsere Ideen, Aktivitäten und Programme bekannt machen und so helfen, untereinander wie auch mit einer breiteren Öffentlichkeit in Verbindung zu bleiben und unsere Stimme zu erheben.
Im Vordergrund steht dabei naturgemäß die Kommunalpolitik. Genießen wir doch das große Privileg, in einem sehr lebendigen Gemeinwesen am Bodensee zuhause zu sein, einem der schönsten Lebensräume Europas.
Umso mehr spüren wir die Verpflichtung und ist es unser Anliegen, dieses Umfeld für uns und unsere Nachkommen sowie für die zahlreichen Besucher zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das wollen wir in dem Sinne tun, den uns die eindrucksvolle Geschichte und die aktuellen Zielsetzungen unserer Partei, der SPD vorgeben. Wer darüber hinaus politische Aussagen der SPD sucht, für den haben wir Links eingerichtet, die ihm oder ihr auf Landes-, Bundes- oder Europa-Ebene entsprechende Informationen liefern.
Diese Website wird von ehrenamtlichen Helfern betreut. Es ist deswegen wohl nicht zu vermeiden, dass wir auch mal nicht auf dem neuesten Stand der Dinge sind. Hierfür bitten wir im Voraus um Nachsicht. Unser Web-Auftritt ist im Aufbau.
Uhldingen-Mühlhofen im Mai 2009
Tourismus.
Am Anfang war das Wort. Das Wort hieß „Tourismusförderung“. Bis hierhin waren sich noch alle einig. Der Tourismus in Uhldingen-Mühlhofen soll, muss sogar gefördert werden. Warum? Die Tourismusvertreter in der Gemeinde, vor allen die Gastwirte und Beherbergungs-Unternehmer in Unteruhldingen als lautstärkste Lobby im Dorf sagen:
- Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der Gemeinde.
- Er bietet zahlreiche Existenzen und Arbeitsplätze.
- Er wird überall anderswo auch gefördert.
- Er macht das Leben im Ort farbiger.
- Wir sind ein Tourismus-Ort.
Also muss man den Tourismus in Uhldingen-Mühlhofen natürlich fördern.
Aber wie fördert man den Tourismus am besten?
Bis zum Jahr 2006 gab es eine Tourist-Info GmbH, die als selbständiges Unternehmen im Eigentum der Gemeinde stand und in deren Auftrag für diese Aufgabe verantwortlich war. Sie plante und veranlasste Werbung, sie vermittelte Unterkünfte, organisierte Veranstaltungen, gab Auskünfte und verkaufte Tickets. Zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen Basis waren ihr außerdem gegen Pacht die Wirtschaftsbetriebe Jachthafen und Ortsrandparkplatz übertragen. Um deren Einnahmen mit ursächlich verwandten Ausgaben verrechnen zu können, gehörte auch die Gemeindegärtnerei zu ihr. Sie hatte einen Geschäftsführer b.z.w. eine Geschäftsführerin und einen Aufsichtsrat, in dem die Hälfte des Gemeinderates unter Vorsitz des Bürgermeisters mehrmals im Jahr über die Geschäfte berieten. Dabei fuhrwerkten sie allzu gerne der Geschäftsführung so im Detail ins Handwerk, dass diese ihre Verantwortung kaum wahrnehmen konnte. Man hatte eine Tourismus-Fachkraft bestellt, die zugleich Hafen, Parkplatz und Gärtnerei managen sollte, der man mitunter im kleinsten Detail vorschrieb, was sie zu tun habe, und die man anschließend für das Ergebnis verantwortlich machte. Ein ständiger Wechsel von Geschäftsführern mit erheblichen Folgekosten war die Konsequenz.
Mit ihrem Tun und Lassen stand die Tourist-Info GmbH stets in heftiger Kritik der Tourismus-Gewerbetreibenden. Fast alles, was sie machte, war in den Augen der Betroffenen falsch. Trotz günstiger Pachtverträge und üppiger Einnahmen aus ihren Wirtschaftsbetrieben brauchte sie jährlich fette Zuschüsse aus dem Gemeindehaushalt. Im besonders schwierigen Haushaltsjahr 2005 wurde selbst dem Bürgermeister klar, dass die Situation nicht länger tragbar war.
Die Gemeinde beauftragte ein Gutachten zur Lösung des Problems. Der Gutachter empfahl die Auflösung der GmbH und die Gründung einer Tourismusgenossenschaft, in der die am Tourismus Teilnehmenden ihre Interessen und Belange in eigener Regie verfolgen sollten. Diese Idee wurde von Teilen des Gemeinderats, auch von der SPD vehement unterstützt. Leider stieß sie woanders auf wenig Gegenliebe, weder beim Bürgermeister, noch bei den Touristikern. (Wir wollen doch keine „Genossen“ werden, so was Rotes, i git!) Der BM betrieb statt dessen die Auflösung der Tourist-Info GmbH nach eigenem Gusto in eine neue Tourist-Betriebe GmbH (TUM) für Hafen, Ortsrandparkplatz und Gärtnerei und einen neuen Gemeinde-Eigenbetrieb, die Touristinfo, kurz T.I.. Zum Geschäftsführer der TUM machte er sich selbst, der Aufsichtsrat wurde abgeschafft und so lästige Kontrolle weitgehend vermieden und ein erhebliches Rationalisierungs-Potential gehoben. Für die neue Touristinfo wurde eine Amtsleiterin bestellt.
Das ist die wechselvolle Geschichte der Tourist-Info Uhldingen-Mühlhofen.
Immerhin entwickelte sich im Lauf der Dinge ein Dialog zwischen der Gemeinde und den Unteruhldinger Touristikern, die sich schon länger in der Interessengemeinschaft Tourismus Unteruhldingen (IGU) organisiert hatten, um mehr Tourismus-Förderung bei der Gemeinde durchzusetzen. Ein neuer Berater wurde gemeinsam bestellt, der zunächst als Moderator für die Zielfindungsdiskussion antrat und in dieser Rolle schließlich ein touristisches Leitbild für die Gemeinde entwickelte. Dies geschah im Frühjahr 2008. Das Leitbild, ein Bündel von Leitlinien wie „Fischerdorf“, „Lebenswelten“, „Destination“, soll den Auftritt der Gemeinde gegenüber Touristen harmonisieren und verbessern und zugleich als Richtschnur für die weitere Entwicklung privater und öffentlicher Einrichtungen auf diesem Feld dienen. Als 1. Ausfluss der Leitbild-Verabschiedung wurde ein neues Beschilderungskonzept erstellt und durch die Gemeinde umgesetzt und bezahlt. Eine große Beratungsrunde zur weiteren Umsetzung des Leitbilds endete Anfang dieses Jahres bedauerlicherweise in einem großen Palaver ohne jedes konkrete Ergebnis.
Die IGU fordert unterdessen und immer wieder auch schriftlich mehr Tourismusförderung durch die Gemeinde ein. Zu ihren Wünschen und Forderungen gehört u.a. die finanzielle Unterstützung für:
- Die Einrichtung 2er Pfahlbauten für Werbezwecke an der B 31,
- Den Einsatz kostümierter Uhldis oder Ötzis auf den Parkplätzen und an der Schiffslände,
- Mehr Personal für die T.I.,
- Verbesserte Angebote für Anreise und längeren Aufenthalt, möglichst ganzjährig,
- Die Weiterbeschäftigung des Tourismusberaters.
Dies mögen alles sinnvolle und nützliche Dinge sein. Die Frage ist nur, warum sollen sie aus der Gemeindekasse finanziert werden. Die Gemeinde plante im Haushaltsjahr 2008 bereits Subventionen für die T.I. von gut 300’000.- €. Für 2009 sind es 324’000.- €. Tendenz weiter steigend. Natürlich fehlt das Geld an anderer Stelle. Nun könnte man denken, die TUM mit ihren Einnahmen aus Sporthafen und Ortsrandparkplatz könnte mindestens einen Teil dieser Aufwendungen erwirtschaften. Aber weit gefehlt. Sie braucht selbst finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde für das laufende Haushaltsjahr von geplanten 40’000.- €. Ein viel zu großer Kostenbrocken ist dabei der Unterhalt des „Haus des Gastes. Er verschlingt fast 190'000.- Euro. Man könnte nun argumentieren, die Gewerbesteuer-Einnahmen aus Tourismus gleichen das alles wieder aus. Aber nein, auch das nicht. Die Gewerbesteuerzahlungen aller Tourismusbetriebe zusammen liegen nicht einmal im 3-stelligen Bereich.
Der Tourismus mag sich für die Touristiker rechnen, er rechnet sich nicht für die Gemeindekasse. Im Gegenteil: Der „wichtigste Wirtschaftszweig“ der Gemeinde liegt dieser Gemeinde schwer auf der Tasche. Und wie ein Kuckucks-Junges schreit er nach immer mehr Futter. Die ursprüngliche Idee, die Weiterentwicklung des Tourismus denen zu überlassen, die darin und davon leben, indem sie sich selbst organisieren und finanzieren, hat sich in ihr Gegenteil verkehrt. Man lässt sich lieber weiter päppeln und meckert auch gerne mal, wenn es nicht so schmeckt wie man möchte.
Die SPD hat im Gemeinderat gegen den Haushaltsplan 2009 für die T.I. gestimmt.
Veröffentlicht am 31.05.2009
Zum Tod unseres langjährigen,treuen Mitglieds Oskar Fritsche.
Veröffentlicht am 26.03.2009
Wir kümmern uns.
Veröffentlicht am 15.03.2009
Einen Scheck über 310,00 € überreichte der Bundestagskandidat und Kreisvorsitzende Jochen Jehle im Auftrag des SPD-Ortsvereins dem Förderverein unserer Lichtenbergschule in der Nikolauswoche. Das Geld soll für die Finanzierung von Mittagessen bedürftiger Schüler im Ganztagesschulbetrieb eingesetzt werden.
Es sind die Einnahmen unserer Bücherflohmärkte aus dem vergangenen Sommer am Wochenmarkt und vom Tag der Spendenübergabe in der Schulaula.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Bücherspendern und bei den eifrigen kleinen und großen Leseratten, die mit ihren Käufen dies ermöglicht haben. Auch im Neuen Jahr wollen wir wieder einmal im Monat Bücherflohmarkt am bewährten Standort auf dem Parkplatz beim Wochenmarkt halten. Der nächste Termin ist am Gründonnerstag, 9. April, selbstverständlich mit einem aufgefrischten Bücherangebot. Auch in diesem Jahr wollen wir das eingenommene Geld wieder für den selben guten Zweck verwenden.
Gerne nimmt der SPD-Ortsverein weitere Bücherspenden an, die auf Wunsch auch bei den Spendern abgeholt werden (Tel.: 93 12 47 / Dr. W. Klaar; 93 24 06 U. Plüss).
Ursula Plüss (Projektleiterin)
Dr. Wolfram Klaar (Ortsvereinsvorsitzender)
Veröffentlicht am 09.01.2009